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VITILIGO

Auszug aus Nutriologische Medizin von Melvyn R. Webach im Hädecke Verlag


NUTRIENTEN

PABA, und Vitamin‑B‑Komplex:

WARNUNG: Es ist berichtet worden, daB eine Vitiligo durch PABA verursacht wurde [Hughes CG. Oral PABA and vitiligo. Letter. JAm Acad Dermatol 9:770, 1983]. Andere potentielle Nebenwirkungen schließen Hautausschlag, Anorexie, Übelkeit und Fieber ein [Physicians'Desk Reference. Oradell, N.J., Med. Economics Co., Inc., 1986] sowie Leberschaden [Kantor GR, Ratz JIL. Liver toxicity from potassium para‑aminobenzoate. Letter to the Editor. J Am Acad Dermatol 13(4):671 ‑ 72, 19851.

Die Supplementierung kann heilsam sein.

Experimentelle Untersuchung: 48 Ptn. (25 Frauen, 23 Männer wurden 10 Monate lang untersucht. Die meisten hatten eine Anamnese mit inadäquater Diät und Symptome der Müdigkeit, Irritabilität, emotionaler Unbeständigkeit, Verstopfung und Kopfschmerzen, und Gelenkschmerzen waren häufig. Die Ptn. erhielten 3 ‑ 4 mal täglich 100 mg PABA zusätzlich zu Vitamin‑B‑Komplex. Später wurde, wegen des langsam eintretenden Effektes, zweimal täglich parenteral 100 mg Monoethanolamin‑PABA zugefügt, um angemessene Blutkonzentrationen aufrechtzuerhalten. Die Resultate setzten Iangsam ein, waren aber nach sechs‑ bis siebenmonatiger Behandlung überzeugend [Sieve BF. Further investigations in the treatment of vitiligo. Virginia Med Monthly January 1945, pp. 6‑17].

Kupfer:

Notwendig für die Aktivierung der Tyrosinase. Eine verminderte Aktivität der Tyrosinase verhindert die Urnwandlung von Tyrosin in Melanin, was zu Albinismus und Vitiligo führt [Chorazak T, Rzempoluch E. Etiopathogenesis of vitiligo in the light of our studies. PolMedJ 7(2):494‑500,1968; Genov D et al. Copper pathochemistry in vitilgo. Clin Chim Acta 37:207‑11, 1972; Lal S et al. Serum caeruloplasmin in vitiligo. Indian J Med Sci 24(10):678‑ 79, 1970; Sen S. Caeruloplasmin, copper and disease. J Indian Med Assoc 52(4):182‑84, 1969].

Die Supplementierung kann heilsam sein [Bagaeva MI. [Treatment of vitiligo in children with copper sulfate.] Vestn Dermatol Vernerol (3):48‑50, March, 1979].

Verdünnte Salzsäure:

Experimentelle Untersuchung: Bei 4 Ptn. mit Vitiligo und Achlorhydrie verschwand die Vitiligo innerhalb von 2 Jahren nach Beginn der Gabe von 15 ml Salzsäure zu jeder Mahlzeit [Francis HW. Achlorhydria as an etiological factor in vitiligo, with report of four cases. Nebraska Med J 16:25‑26, 1931].

Verdünnte Salzsäure und Vitamin‑B‑Komplex:

Experimentelle Untersuchung: Von 29 Ptn. hatten 10 (35 %) keine HCI, und nur 3 (10 %) hatten normale HCI‑Konzentrationen. Die Schwere der Erkrankung schien mit dem Ausmaß des HCI‑Mangels zu korrelieren und schien auch in Zusammenhang mit Zeichen eines Vitamin ‑B‑Komplex‑Mangels zu stehen. Wo eine definitive Hypochlorhydrie gefunden wurde, erzielte man nach Supplementierung mit HCI und Vitamin‑B‑Komplex gute Resultate [Allison JR. The relation of HCI and vitamin B complex deficiency in certain skin diseases. Southern Med J 38:235 ‑ 41, 1945].

 L‑Phenylaianin mit UV‑Licht:

L‑Phenylalanin ist eine Vorstufe von Tyrosin.

Experimentelle Untersuchung: 21 Ptn. wurden mit 100 mg/kg L‑Phenylalanin oral und UVA‑Bestrahlung behandelt. 10 dieser Ptn. wurden zusätzlich an den vitiliginösen Stellen mit einer 1O%igen Phenylalanin‑Creme behandelt, und diese Gp. hatte die besten Resultate. Bei keiner der Gpn. gab es Nebenwirkungen [Antoniou C et al. Vitiligo therapy with oral and topical phenylalanine with UVA exposure. Int J Dermatol 28(8):545 ‑ 47, 1989].

Experimentelle Untersuchung: 13 Kinder wurden mit L‑Phenylalanin supplementiert und mit ultraviolettem Licht (UVA) bestrahlt. Bei 3 kam es zu einer Repigmentierung aller vitiliginösen Stellen, bei 6 Kindern zu einer 50 ‑ 90%igen Besserung und 4 besserten sich nicht. Keines der Kinder zeigte Nebenwirkungen [Schulpis CH et al. Phenylalanine plus ultraviolet light: preliminary report of a promising treatment for childhood vitiligo. Pediatr Dermatol 6(4):332‑35, 19891.

Experimentelle Untersuchung: 20 Ptn. wurden mit 50 mg L‑Phenylalanin pro kg Körpergewicht und UVA‑Bestrahlung behandelt. 85 % zeigten eine follikuläre und partiell konfluierende Repigmentierung, die 50 % der vitiliginösen Fläche nicht überschritt [Thieie B, Steigleder GK. [Repigmentation treatment of vitiligo with L‑phenylalanine and UVA radiation.] Z Hautkr 62(7):519‑23, 1987 (auf Deutsch)].

Experimentelle Untersuchung: Die Ptn. wurden 3 mal wöchentlich mit 50 mg Phenylalanin pro kg Körpergewicht behandelt und als Quelle für UVA dem Sonnenlicht ausgesetzt. 81 % besserten sich; 43 % sprachen innerhalb von 3 Monaten an. Ein Ptn. blieb zu lange in der Sonne. Die Repigmentierung war vorwiegend follikulär [Kuiters GR et al. Oral phenylalanine loading and sunlight as source of UVA irradiation in vitiligo on the Carribean island of Curacao NA. J Trop Med Hyg 89(3):149‑55, 1986].

Experimentelle Untersuchung: Die Patienten erhielten 50 mg/kg Phenylalanin zusammen mit einer UV‑Licht‑Bestrahlung 30 ‑ 45 Minuten nach der Einnahme (der Zeit der maximalen Konzentration im Blut). Nach 4 Mo. (32 Behandlungen) trat eine "vernünftige" Repigmentierung auf. Abgesehen von der Repigmentierung von unterpigmentierten Flecken konnten die Patienten mehr Sonne vertragen als gewöhnlich, besonders an den vitiliginösen Läsionen [Cormane RH et al. Phenylalanine and UVA light for the treatment of vitiligo. Arch Dermatol Res 277(2):126‑30, 1985].

 Dr. Thomas Matschurat, Steinkirchnerstraße 8, D 82166 Gräfelfing, Tel. 089-8982650, Fax. -89826598

Mein Kommentar zu obigem Literaturauszug.

 PABA

Da die Resultate bezüglich PABA widersprüchlich sind, empfehle ich zunächst nicht das PABA zu verwenden.

Meines Erachtens sollte aus der vorliegenden Studie über PABA und Vitamin B-Komplex zunächst nur der Vitamin B-Komplex mit in das Behandlungsprogramm aufgenommen werden, zumal auch Berichte über ein Ansprechen der Vitiligo auf Vitamin B12 und Folsäure vorliegen.

Erst wenn wider Erwarten mit dem unten beschriebenen Programm kein Erfolg eintreten sollte, könnte ein Versuch mit PABA unternommen werden.

Kupfer

Über Kupfer steht hier nicht viel, aber es ist ein notwendiger Bestandteil zur Aktivierung der Tyrosinase, welches das Enzym zur Umwandlung des Tyrosins in Melanin, dem braunen Hautfarbstoff ist. Die angegebene Studie von Bageva gibt Behandlungserfolge bei Kindern an.

L-Phenylalanin

 Wichtigste Substanz als Ausgangssubstanz für Melanin ist das L-Phenylalanin. Dieses Phenylalanin wird zunächst in Tyrosin umgewandelt (Eisen als Katalysator erforderlich). Tyrosin wird dann unter Einfluß der Tyrosinase ( Kupfer als Katalysator erforderlich) in Melanin weiter umgewandelt.

Nur bei drei der vorgelegten Studien zur Behandlung der Vitiligo mit Phenylalanin plus UV-Bestrahlung werden in diesen Auszügen Patientenzahlen angegeben ( 21 bzw. 13 bzw. 20 Patienten).

Bei den übrigen zwei Studien liegen die Patientenzahlen nur in den Originalstudien vor (?).

Bei allen Studien aber wird ein befriedigender Erfolg berichtet. Bei einigen der Studien wird eine Ansprechrate angegeben ( 9 von 13 bzw. 85 % bzw. 81 % ).

 Meine eigenen Beobachtungen in der Praxis (100 Patientenbegutachtungen im Jahr 2001) ergaben eine Ansprechrate von etwa 70 %.

Stoffe zu denen ich keine Studien vorlegen kann:

Vitamin B6

Vitamin B6 ist das wichtigste Enzym im Aminosäurenstoffwechsel ganz allgemein, welches daher ebenso verwendet werden soll. Außerdem kann es den Homocysteinstoffwechsel günstig beeinflussen (siehe unten unter Folsäure/B12!)

 Vitamine des B-Komplex/Spurenelemente

Verschiedene Aspekte eines normalen Zellstoffwechsels benötigen die Gesamtheit aller B-Vitamine und einiger Mineralien, weshalb es ratsam ist, noch zusätzlich den gesamten Vitamin B-Komplex mit einzubeziehen und einige Spurenelemente, die in der Nahrung in unseren Breiten wohl in zu geringen Mengen zur Verfügung stehen.

Folsäure/Vitamin B12

Es gibt Berichte über ein Ansprechen der Vitiligo auf eine Vitamin B12- und Folsäure-Behandlung zusammen mit UV-Lichtbestrahlung. Es wird vermutet, dass dies über eine günstige Beeinflussung der Homozysteinkonzentration zu erklären ist.